Energie-Sanierung ist ein Verlustgeschäft

Mai 6th, 2011 | By | Category: Immobilien
W Rmed Mmung-300x225 in Energie-Sanierung ist ein Verlustgeschäft

Wenn ein Fenster im Winter so aussieht sollte man trotz Verlustgeschäft sanieren. Foto by Daniel Bleyenberg / Pixelio.de

Neueste Studien der Immobilienökonomen Ralph Henger und Michael Voigtländer haben es bewiesen: die Energie-Sanierung entwickelt sich für Hauseigentümer meistens zu einem Verlustgeschäft. Denn die Einsparung bei Heizkosten steht in keinem Verhältnis zu den Kosten für das Dämmmaterial und weitere notwendige Anschaffungen. Selbst die Staatsbank KfW, die diese Sanierungsmaßnahmen fördert, ist zu dem Entschluss gekommen, dass sie sich in den meisten Fällen nicht rechnet.

Die Bundesregierung hingegen möchte den Energiebedarf für die rund 18 Millionen Wohngebäue des Landes bis 2050 drastisch, um 80% verringern, da der Verdacht besteht, dass austretende Gase massiv zur Erderwärmung beitragen. Bessere Dämmung, neue Fenster und Türen sollen daher gefördert werden, um den Eigenheimbesitzern und Vermietern diese Sanierungsarten schmackhafter zu machen. Dafür möchte Bundesbauminister Peter Ramsauer von der CSU rund 2 Milliarden Euro aus dem Fonds für Energie und Klima bereitstellen.

Das Problem für Vermieter und Eigenheimbesitzer ist allerdings das, dass sie die Kosten nicht umlegen können. Denn Vermieter sind oftmals gezwungen, die Miete unverändert zu lassen, um ihre Wohnungen nach einer Sanierung nicht leer stehen zu haben. Denn einen Aufschlag auf die Miete können sich nur Vermieter in Ballungszentren leisten, in denen Wohnraum knapp wird.
Auch für Eigenheimbesitzer ist die Einsparung der Energiekosten in den meisten Fällen wesentlich geringer, als die Sanierungsmaßnahme gekostet hat. Auch die Förderprogramme sind in dem Fall für Eigenheimbesitzer wenig attraktiv.

In einer aktuellen Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt kam heraus, dass zur Zeit nur rund 1% der Wohngebäude in Deutschland pro Jahr energetisch saniert werden. Um eine Verringerung des Primärenergiebedarfs bis 2050 um 80% zu erreichen, muss diese Quote aber mindestens auf 2% steigen.
So gibt es für die Bundesregierung und die Förderanstalten noch alle Hände voll zu tun, energetische Sanierungsmaßnahmen für die Hausbesitzer in Deutschland attraktiver zu gestalten.

Tags:

Comments are closed.